club der gefühle

gefdiverse termine trieben gewisse probanden in die selbsterkorene metropole nordhessens – an sich schon ein grund für übellaunigkeit. auch die barbusig verrichtende begleiterin zeichnete sich durch die in dieser speziellen region übliche indisponiertheit aus.
alles weniger ein grund zur freude.
um einen kontrapunkt zu setzen, entschied man sich zum besuch eines etablissements der nordhessischen extraklasse – oder so ähnlich.
venuszeitliche begleiterinnen gefallen anscheinend – zumindest in der barbusigen variante – den ortsansässigen haiden.
nämliches etablissement befand sich in einem an die ddr-bausubstanz VOR der wende erinnernden … tja … soll man das nun haus nennen??? … sagen wir: irgendwas, direkt neben der romantisch anhaimelnden schnellstraße nach norden.
nach lediglich mehrminütigem warten nach dem klingeln wurde – o wunder – sogar aufgetan.
also hinein in den ddr-palast der wolllust.
mehrfach wurde die angebotene „haus“-begehung freundlich dankend abgelehnt, immerhin erkenne sogar ich den unterschied zwischen barbereich und spielzimmern nach wenigen minuten besinnung. nutzlos – mit verweis auf gastgeberrecht und besondere clubregeln (im verlauf der zwangsbesteigung des … öhm … „hauses“ geoutet als „du sollst keine verschlossenen türen eintreten, du sollst keine getränke auf die matten nehmen, du sollst beim ficken nicht rauchen“) wurde dann also, bei steigender indisponiertheit auch der begleitenden dame angesichts der neuesten nordhessischen clubmode (man trägt heutzutage springerstiefel), das … öhm … dings … besichtigt.
soweit halbwegs annehmbar … von innen wenigstens.
langes geschwafels kurzer sinn: man landete an der bar, trank was und besuchte dann irgendwann die matten … zuerst das sm-zimmer … nettes spielgestell, leider keine tür … entsprechend schlichen dann umgehend die nordhesseriche an sich hinein – klar .. sofort bis unmittelbar ans geschehen – vorsichtiges herantasten kennt der schollenbesteller dort anscheinend nicht.
auch klar, dass sofort eine hand weggeknurrt werden musste.
also zimmerwechsel – bissl spielen – bissl pause – bissl trinken …

ein neuer anlauf … derweil sich die nordhässlichkeiten anderswo vergnügten. ein begrüntes zimmer, eine massageliege. gegenseitiges entspannen der knetenden art – wohligkeit.
ein weiterer raum, eine weitere matte – dark mit franz. wand, nicht branntwein.
endlich ruhe … doch nicht sehr lange – schwups waren sie wieder da … in aller aufdringlichkeit.
und klar auch wieder die oben zitierte hand im neuversuch der selben, dümmlichen art.
die beharrlichkeit erstaunt nicht wirklich – der nordhesse an sich zeichnet sich durch ein immenses beharrungsvermögen aus: immerhin der einzige volksstamm (chatten), der die germanische völkerwanderung NICHT mitmachte.
entsprechend wurde das knurren ein etwas lauteres – man hofft ja doch auf durchdringen.
nach nur wenigen minuten wurde immerhin eine art verständnis der zuschauer (wie schaut man eigentlich in einem darkroom zu? oder hat es in dieser partikulären region besondere sehfähigkeiten? stammt ggf das englische cat von chatte ab???) signalisiert – in form der frage „wollt ihr vielleicht niemanden dabei haben?“
leider hatten wir keine schilder dabei …

naja – was will man auch von einem club erwarten, der nichtmal erotische spargelröllchen im buffetangebot hat.

 

Bewertung nach Schulnoten von 1 – sehr gut – bis 5 – mangelhaft

  • Ambiente: 2
  • Sauberkeit: 3
  • Leute: 4
  • Stimmung: 4
  • Essen: 3
  • Preis/Leistung: 3
  • Visits: 1
  • Vote: neutral

 

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