das vorrecht, essen zu dürfen

sofawir sind user mehrerer foren im nahegelegenen ausland, die sich durch hohe aktivität ihrer mitglieder positiv gegenüber den meisten einheimischen äquivalenten auszeichnen.
insbesondere eine dieser plattformen, 2for4, veranstaltet überaus häufig parties in ausländischen clubs – die anmeldelisten pflegen innerhalb kürzester zeit überzulaufen; die in deutschland so häufig antreffbaren absprünge sind selten.

so auch dieses mal, 2for4 lud – und alle, alle kamen, so auch wir. das partybeherbergende gemäuer liegt tief in pommesenien, nahe der grenze zu froschn; ein ganzes stück weg vom bergischen.
aufgehübscht machten wir uns auf die reise – und verfuhren uns wie üblich. merke: navigationssysteme eines gewissen amerikanischen herstellers mit größerem werbebudget und geringerem kulanzverhalten neigen im ausland zu nicht unerheblichen abweichungen.
unsere teilnahme hatte zuvor auf etwas wackeligen beinen gestanden, da der club live-webcam-streams in eine kostenpflichtige cam-community führt. erst nachdem zweifelsfrei feststand, dass diese übertragungen ins www nur aus einem einzigen raum, nicht aber aus dem gesamten club, erfolgen, meldeten wir uns an – und bekamen einen der letzten freien plätze.
entgegen unserer ursprünglichen absicht erreichten wir das ziel erst nach einbruch der dunkelheit und sahen uns mit einem übervollen parkplatz konfrontiert. es folgte gezwungenermaßen ein längerer fußmarsch zum eingang, an dem wir uns trotz der verspätung in eine schlange einreihten.
nach der ortsüblichen ausweiskontrolle betraten wir diesen recht neuen lusttempel. vorraum, listenkontrolle, als einzige deutsche bestaunt werden, finanzielles, namensschildchen und schlüssel in empfang nehmen, jacken und taschen im spind deponieren … es gab viel zu tun, bevor wir uns (unumgezogen) ins getümmel warfen. die erfolgreiche durchschlage-übung zur bar wurde durch einen satz getränke belohnt.
wir setzten uns in eine lounge-ecke und schauten uns um: ein riesiger raum als tanzfläche, erhellt von modernen lüstern, die von der altbaudecke aus ca 5 metern höhe herabhängen. das schwarz der wände und säulen macht damit zusammen einen angemessen morbiden charme aus. wir tranken aus und gingen spazieren. im nebenraum wurden outfits, schuhe und spielzeug verkauft.
eine treppe nach oben – davor ein security-homunkel dessen handgelenke dicker waren als unsere oberschenkel; dafür hatte er keinen erkennbaren hals. unmissverständlich hinderte dieses etwas alle daran, nach oben zu gehen. der grund war, dass der essbereich vollbesetzt war. hoch durften nur die gleiche menge an personen, die herunterkam. ein eigentlich hübsches konzept – allerdings mit ein paar schwachstellen. zum einen gibt es auch im ausland ein paar showschwätzer, die für eine mahlzeit in clubs zwischen 4 und 5 stunden aufwenden, anscheinend, um sich frivol zu fühlen, aber ohne die gefahr, auf den matten angefasst zu werden. zum anderen aber liegen die eigentlichen spielräume aber oberhalb des restaurants. etliche leute gingen dann auch nach der verköstigung sofort weiter nach oben.
es scheint einen engen zusammenhang zwischen ausgeprägten muskeln und intelligenz zu geben, dergestalt, dass die summe aus beidem immer gleich bleibt. jedenfalls weigerte sich das resthirn dieser gestalt beharrlich, den schwachstellenzusammenhang auch nur ansatzweise zu begreifen. irgendwann kam dann wer vom orga-team, ging die treppe hoch und stellte fest, dass von den rund 60 restaurantplätzen nur noch ganze 8 belegt waren. daraufhin kam der gorilla vor die türe – ob dort ein zwinger bereitstand, entzieht sich leider unserer kenntnis – und der laden nahm endlich betrieb auf, sei es auf den matten oder beim essen.
letzteres erwies sich als vielseitig und überaus schmackhaft. danach nahmen wir noch je ein getränk zu uns und zogen uns um.
oberhalb des essbereiches erwarteten uns 2 etagen: ein überaus weitläufiges labyrinth mit vielen kleinen bis mittleren räumen, einigen dunkelen ecken und jeder menge interessanter ideen. beispielsweise dieser eine raum, der nur eine einzelmatte bot, aber wie ein aquarium vollverglast in die wand eingelassen war. sehr hübsch. das dachgeschoß indes ist zur großspiellandschaft mit zusätzlichen seitenspielflächen ausgebaut. wie in dieser gegend üblich wurden diese beiden etagen überaus aktiv genutzt. natürlich nicht in dieser lusttötenden grüppchenblidung wie in deutschland, sondern als ein großes happening aller mit allen.
und wir mittendrin 😉

insgesamt (trotz der trübung durch den breiten herrn) ein überaus gelungener abend in einem club, der in der premiumliga mithalten kann.
ps: der webcamraum blieb übrigens ungenutzt …

20.05.09

 

update: inzwischen wurde der barbereich umgestaltet, was seinen charme deutlich erhöht. die cam-übertragungen wurden ersatzlos gestrichen.
wir bedauern, dass dieser club nur mit größerem aufwand erreichbar ist und belassen es bei eher sporadischen besuchen dort.

14.04.15

 

Bewertung nach Schulnoten von 1 – sehr gut – bis 5 – mangelhaft

  • Ambiente: 1 – 2
  • Sauberkeit: 2
  • Leute: 2
  • Stimmung: 2
  • Essen: 1
  • Preis/Leistung: 1
  • Visits: > 3
  • Vote: go

 

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