Encyclopédie RequiemCuivre

enzySeit wir zusammen sind, haben sich einige Wortneuschöpfungen, besondere Begriffe für bestimmte Verhaltensweisen, etc. in unsere Umgangssprache geschlichen. Teilweise erklären sie sich im Gespräch mit anderen von selbst, teilweise dienen sie aber auch als eine Art Code nur für uns.
Mehr und mehr kommen diese Begriffe auch in unseren Texten vor und sind nicht immer problemlos verständlich. Darum gibt’s hier mal einige Erklärungen, eine Art „Encyclopédie RequiemCuivre“ also:

 

Schöne Namen

Hier im Rheinland weiß man eigentlich, was gemeint ist. Wer woanders herkommt, kann sich von den Höhnern aufklären lassen. Nein, das ist ganz und gar nicht unser Musikgeschmack, aber insbesondere zur Karnevalszeit kommt man hier nicht drum herum. „Schöne Namen“ ist übrigens auch auf Jungs anwendbar.

 

Swingersprüche

sind schon gruselitsch. Da werden einem „carpe diem“ wahlweise „noctem“, „alles kann, nichts muss“, „wer f… will, muss freundlich sein“ und ähnliche Weisheiten um die Ohren geschmissen. Gemeinsam haben sie alle, dass es Phrasen sind, die oft leer sind und die Einfallslosigkeit ihrer Anwender kaum übertünchen können. Hinterfragen sollte man sie besser nicht. Oder glaubt irgendwer, auf die Frage, ob jemand tatsächlich „alles“ im Rahmen des Möglichen sieht, eine halbwegs plausible Antwort zu bekommen?

 

Und schon sind wir beim nächsten Punkt:

 

Gruselitsch

haben wir von Pavel & Bronko. Keine Ahnung, ob das Wort „gruselitsch“ da je explizit gefallen ist. Wahrscheinlich verhält es sich damit so wie mit „Harry, hol schon mal den Wagen“, das ja bekanntlich von Harald Schmidt, und nicht von Derrick stammt (ja, die Frage, ob wir uns zu oft bei youtube aufhalten, ist berechtigt …). Ach ja, wir „itschen“ nur bei gruselitsch, bei anderen Wörtern wenig bis gar nicht.

 

Paar, wo sie bi ist

ist bei uns zum Sammelbegriff für verschiedene Paare geworden. Darunter fallen
a) Leute, die einen fürchterlichen grammatikalischen Stil an den Tag legen, z. B. „wo sie bi ist“, „wo immer lustig sind“, „wo eine Homepage haben“, „wo dem Mann seine Freundin schreibt“, „Sklavin Toppas ihrem Kater seine Seite“, usw.
b) Paare, bei denen sie dann und wann tatsächlich bisexuell ist, sich beide unter einem gelungenen Abend jedoch ausschließlich eine Lesbennummer zur Bespaßung der Herren vorstellen können. Selbstverständlich dürfen die Herren später dazu kommen, der Paarherr, wo sie bi ist, natürlich zu beiden Frauen, der andere lässt die Finger bei der eigenen!
c) Paare, die einfach piefig-dröge sind, sich aber im Stil der 70er-Jahre-Swinger verhalten, „hach, Uschi, wat hasse heute wieder geilen Tanga an, komm, lass ma in deinen Knackarsch kneifen, höhöhö …“, Goldkettchen zu Minipli tragen, Leoprint mit Zebrastoffen locker kombinieren…

 

Pornoblick

Den sieht man häufig auf Swingerfotos. Die Betroffenen lächeln nicht, sondern blecken die Zähne, ziehen eine Schnute und sehen insgesamt nicht erotisch, sondern dösig aus. Jungvolk bereitet sich mit dem Duckface auf den Pornoblick vor.

 

puttchen pramml

ist der inbegriff der biederen hausfrau, der man unabhängig vom aktuellen outfit ihre grundhaltung ihrem mann, ihrem besitz, ihrer familie und dem leben gegenüber auf 100 m ansieht. puttchen kann es passieren, dass sie ihre high-heels in der aufregung vergisst und dann eben gummistiefel zum lackkleid trägt.
nicht mehr ganz junge puttchens sind am hausfrauenhelm eindeutig identifizierbar, selbst wenn sie die heels dabei haben. puttchens sind zumeist verheiratet, haben allerdings einen mann, der so weit vom männlichen ideal entfernt ist, dass worte dies kaum mehr beschreiben können. wir haben aber in erfahrung bringen können, dass er auf den namen „hans pampel“ hört.

 

hausfrauenhelm

ist DIE praktische frisur der mittelalterlichen puttchen pramml. kinnlange betonlocken, denen windstärken unter 10 genau so wenig anhaben kann wie regen, hagel oder schnee. wasserwerfer der polizei haben eine gewisse chance, daraus etwas erotisches zu zaubern, sofern die entfernung zum ziel 5 m nicht übersteigt. bei widrigen outdoorbedingungen (orkantief, tornado, sturmflut) wird der hausfrauenhelm gern mit einer regenhaube geschützt.

 

-hai-

Auch schon bemerkt? Die Buchstabenkombination „hei“ schreiben wir meist „hai“.
Warum? Schaut mal, was unser Nickname bedeutet!

 

Typos

allgemein bedeuten bei uns meistens etwas; wenn ihr die weiße Schlaumütze aufsetzt, bemerkt ihr’s sicherlich sofort! 😉

04.04.2015

 

It's only fair to share ...Flattr the authorShare on Google+0Tweet about this on Twitter0Share on Facebook0Email this to someone

Vielleicht interessiert euch auch:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie möchten einen Kommentar hinterlassen, wissen aber nicht, was sie schreiben sollen? Dann nutzen Sie den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein. Sie müssen nur noch die Pflichtfelder „Name“ und „E-Mail“ ausfüllen und den Kommentar abschicken