spitze spitze

fraubotwie schon des öfteren beschrieben, führt uns unser weg mehrfach im jahr nach ganzweitweg und zurück. im zuge des unaufhaltsamen fortschreitenden körperlichen verfalls wurde irgendwann die belastung durch die fahrerei immer größer, so dass wir dazu übergingen, die strecke durch eine übernachtungspause zu unterbrechen und auf
zwei tage zu verteilen. gern neigen wir dazu, das angenehme mit dem nützlichen zu verbinden und so suchen wir uns gerne clubs mit übernachtungsgelegenheit oder aber hotels in clubnähe. hauptsache, der late check-out ermöglicht erholungsschlaf.
früher machten wir das sehr gern im schlösschen. seit dort aber alles enorm nachließ und vom einst geplanten glanze kaum noch etwas übrig ist, gingen wir auf alternativensuche.

ich besuchte einst zu solo-zeiten einen längst untergegangenen club in spitzenstadt, südlich unserer normalroute nach ganzweitweg.
mittlerweile unter neuer flagge, locken ein sehr ansprechender netzauftritt und die tatsache, dass dem club jetzt auch eine pension angeschlossen ist.

fernmündlich versichern wir uns eines zimmers, nicht ohne auf die unsererseits benötigte überlänge des bettgestells hinzuweisen und fahren hin. aus unerfindlichen gründen misslingt die adresseingabe ins navi, so dass wir erst einmal spitzenstadt gründlich erkunden. erst die adressneueingabe bringt uns endlich auf die richtige route.

als wir endlich ankommen und einen der wenigen parkplätze ergattern, hat die party schon begonnen. etwas eile tut also not. wir bezahlen und nehmen den zimmerschlüssel für ein zimmer im vorderhaus in empfang. wir duschen und hübschen uns auf; das zimmer ist völlig ok und deutlich besser als das, was wir aus anderen clubs gewohnt sind.
leicht bekleidet überqueren wir den kleinen parkplatz hin zum hinterhaus und stolpern in den kleinen vorraum, da wir eine stufe an der eingangstür übersahen. fliegende fische also begehren einlass. uns wird aufgetan.

sehr nett in empfang genommen, lehnen wir eine clubführung dankend ab – wir erkunden gerne selbst und eine groborientierung sollte durch den einstigen besuch im vorgängerclub immer noch möglich sein.
im barbereich hat sich auf den ersten blick wenig verändert. noch immer mäandert der bartresen sich durch den raum. der essbereich hingegen ist verschwunden. nach ein paar getränken aus partymottogemäßen gefäßen erkunden wir den club. die treppe nach oben bringt uns an einen gabelpunkt – ein abzweig führt ins restaurant, der andere zu den spielwiesen. da wir noch keinen hunger verspüren, schauen wir uns zuerst die spielflächen an. hier ist alles unverändert; sogar häuptling bärentatze wäre zufrieden, da das alte tipi immer noch zum verweilen einlädt. auch whirlpool, schiff und sonstige spielflächen sind alle unverändert und sauber.
tief gebückt kann man aber jetzt auch einen, einst nicht vorhandenen, gang ägyptischer art erreichen, der zu weiteren spielflächen führt. wir empfinden alles – auch die „alten“ spielflächen als sehr wertig und aufwändig gestaltet. die spielmöglichkeiten sind vielfältig – leider sogar zu vielfältig für die anzahl an besuchern. nicht dass es leer wäre, aber die besucher verlieren sich einfach in den weiten der spiellandschaften.

die party ist überaus lebendig und spaßbringend – doch auch sie endet leider irgendwann. wir gehen zurück ins vorderhaus und sinken ermattet in morpheus arme.

irgendwann erwachen wir und schauen uns das zimmer einmal genauer an – alles wirklich hübsch gemacht. der begriff pension trifft es nicht ganz. da uns aber auch nichts treffenderes einfällt, gehen wir erst einmal frühstücken. wir sind die letzten gäste – wie immer. im an einen rittersaal erinnernden speiseraum sitzen die clubbetreiber am tisch – wir versorgen uns und gesellen uns zu ihnen. die dame ist ja noch vom vorabend her
bekannt, der herr ist neu. wir erfahren einiges über hintergründe und absichten und unterhalten uns auf sehr angenehme art und weise. man bedeutet uns, dass wir uns auch ruhig einmal die anderen zimmer ansehen könnten – die schlüssel würden alle von außen stecken.

das greifen wir gern auf und als wir zum packen in unser zimmer zurückgehen – nicht ohne uns sehr herzlich verabschiedet zu haben – schauen wir in die anderen zimmer hinein. keines davon ähnelt einem anderen (ok: betten stehen in allen) – es gibt ein zimmer im bauernstubenlook, eine gefängniszelle, ein ritterzimmer usw. alle sehr detailliert dekoriert. allerdings werden wir uns wohl auch künftig nur in unserem jetzigen zimmer einquartieren können, da alle anderen bettgestelle fußenden besitzen, was für mich10 vieles bedeutet, außer erholung.

inzwischen sind wir auch wiedergekommen – und hatten sehr viel spaß dort.
der club in spitzenstadt ist mittlerweile unser bevorzugtes domizil zur fahrtpause, den wir gern auch künftig besuchen.

10.12.2011

 

Update: Dieser Club hat seit Anfang 2015 geschlossen.

 

Bewertung nach Schulnoten von 1 – sehr gut – bis 5 – mangelhaft

  • Ambiente: 1
  • Sauberkeit: 1
  • Leute: 2
  • Stimmung: 2
  • Essen: Qualität und Auswahl: 2 (das Essen à la carte haben wir noch nicht probiert)
  • Preis/Leistung: 1 – 2
  • Visits: 4
  • Vote: go

 

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